Ein jeder spricht über sie, einige verstehen Sie und ein paar wissen mit ihr umzugehen:

Die physikalische Größe „Nachhallzeit“. Physik ist plötzlich bekannt wie eh und je.

Sie ist seit längerem ein Star in den Arbeitswelten und wird immer dann in einem Atemzug mit Lautstärke, schlechter (Sprach)Verständlichkeit und Halligkeit von Räumen herangezogen.

…und dann drehte Sie sich um…

Heute geht es um Frauen. Genauer gesagt um eine junge Dame,die sich einfach umdrehte und Wie man damit Akustik am besten und bildhaftbeschreiben kann.

Das wir hören und dadurch verstehen können ist für uns klar.Doch was bedeutet es, akustik wahrzunehmen, die wir nicht aktiv hören wollen.  Wie kann man am besten bildhaft beschreiben,was unsere unterbewusste Wahrnehmung in Bezug auf akustische Reize bewirkt. UnserKörper hat zahlreiche Phänomene, die für uns selbstverständlich sind und imalltag untergehen oder gar keine Beachtung finden. Oder wir hinterfragen diesein den wenigsten Fällen, warum auch – es funktioniert ja…

Jeder kennt folgende zwei Situation: Zum einen der direkteverbale Dialog, also der Austausch von Informationen. Ein Sprecher, einEmpfänger. Der Informationsaustausch ist gewünscht. Bis hierhin wunderbar.

Zweites Szenario: Sie möchten Sich konzentrieren,beispielsweise möchten Sie in Ihrem Office eine Präsentation oder ein Angebotnoch dringend fertig machen. Zwei Kollegen unterhalten sich über Ihre letztenUrlaube. Begriff wie Wein, Strand, Insel, Meer, Sonne, Pizza, Espresso fordernpermanent Ihre Aufmerksamkeit und bringen Sie auf andere gedanken. IhreKonzentration wird (über)strapaziert…sie müssen also „aktiv weghören“…oderaber, Sie verlassen einfach den Raum…auch eine Möglichkeit. In den meistenFällen ist dies jedoch im Großraumbüro nicht ohne weiteres möglich.

Die beiden oben genannten Szenarion kennt jeder. Sie laufenbewusst ab und sind einfach nachvollziehbar. Wie aber erklärt man jetzt dieunterbewussten Prozesse, die akustische Signale erzeugen.

Ganz einfach, mit folgendem Beispiel, welches ich in einemGroßraumbüro wahrnehmen und erleben durfte:

Als ich das Großraumbüro betrat saß eine junge Dame in etwas12 Meter entfernung von mir mit dem Rücken zu mir. Als ich ein paar Schritteging, bermerkte ich, dass Sie sich umdrehte. Logisch – ist doch klar, dass Siesich umdreht, sagen sie?!?

Klar, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Aber warum?

Raten Sie doch einmal!

Ich fragte die junge Dame, warum sie sich umdrehte: IhreAntwort war einleuchtend und verblüffend gleichermaßen:

„Ich erkenne jeden meiner Kollegen an Hand seiner Schritte(also die Trittgeräusche auf dem Boden). Die Ihrigen Schritte kannte ich nicht,daher musste ich nachsehen wer da kommt….!“

Ja, das ist einleuchtend und Wow – dachte ich. Ich warbegeistert, denn an diesem Beispiel lässt sich ganz klar die akustischeunbewusste Wahrnehmung basierend auf einer Konditionieren demonstrieren. Mitder Konditionierung ist gemeint, dass ihr Gehirn eine Verknüpfung zwischenTrittgeräusch und Person geschaffen und abgespeichert hat. Zu jeder ihr bekanntenPerson, dessen Schrittmuster.

Aber, und das ist die Quintessenz aus diesem Beispiel,handelt es hierbei schlicht und ergreifend um einen klassischenÜberlebensinstinkt. Sie musste prüfen, ob das „ungewisse“ eine Gefahr für siedarstellte.

Wow, was für ein Phänomen unserers Körpers! Und wow, wasakustik tatsächlich bewusst und vorallem unbewusst auslösen kann.

Bedenken Sie, dass das simple „Hören“ einer unserer 5(Überlebens)Instinkte ist, und dieser permanent aktiv ist. Und jetzttransferieren wir dieses Wissen auf permanente Störgeräusche, permanenter Lärmder uns stetig umgibt. Wir können dies bis zu einem gewissen Grad filtern bzw.unterdrücken….aber definitiv nicht permanent und auf Dauer.

…und so wird aus Lärm Stress, Stress der uns krank macht. Obwir wollen oder nicht!

Gute Akustik und die maßgeschneiderte Lösung ist kein Zufallund sollte demnach auch keinem Zufall überlassen bleiben.

Wir wissen, dass gute Akustik planbar ist. Gern beraten wirSie und Ihr Unternehmen.