Das Glas signalisiert uns: Bis hier hin und nicht weiter! Territorialverhalten par exellence!

Bitte starte bei nächster Gelegenheit folgenden Versuch. Wenn du das nächste mal mit einem Menschen gegenüber an einem Tisch sitzt, bspw. in einer Besprechung, im Restaurant, im Cafe etc., dann achte darauf, wo sich normalerweise eure Gläser befinden. Richtig; dein Glas steht auf „deiner Seite“ und das Glas deines Gegenübers steht auf „seiner Seite“. Jeder von euch beiden hat „sein Territorium“ jeweils abgesteckt. In der Regel, ‚teilt‘ ihr euch den Tisch mittig – ist ja auch fair!

Aber, jetzt pass auf: Beim nächsten Mal stelle dein Glas in das Territorium deines Gegenübers. Das machst du einfach, in dem du dein Glas über der Gedachten Mittelinie platzierst – aber nicht zu weit…und dann…dann tust so als ob nichts ist. Du führst dein Gespräch einfach weiter…und dann beobachte dein Gegenüber! Er oder Sie wird immer wieder – verdutzt – das Glas ansehen, bzw. seinen Blick dahin wandern lassen…manche Menschen werden dadurch sogar leicht nervös. Klar, den schließlich bist du einfach so nacktforsch in „ihr Territorium“ eingedrungen!

Was ist da passiert? Wenn Menschen sich irgendwo niederlassen, versuchen Sie einen „gesunden Bereich“ für sich abzustecken (Stichwort: Eine Armlänge abstand). Dies wird als Territorialverhalten bzw. Distanzverhalten bezeichnet und dient dazu seinen eigenen Bereich gegen anderer Lebewesen abzugrenzen, gar zu verteidigen. Hierbei handelt es sich um ein grundlegenden, instinktiven Mechanismus des Sozialverhaltens von Menschen. Wenn du darüber mehr wissen willst, dann Google!

Warum ist dieser Versuch jetzt aber so von Belang? Ganz einfach – weil er riesig Spaß macht. Aber vorallem uns in Erinnerung ruft, wie wichtig es in der Arbeitswelt ist, diese imaginären Grenzen zu beachten. Diese Grenzen unseres Territoriums stellen für uns eine Art Schutzzone dar, die geachtet und respektiert werden sollte. Daher sollte in jeder Arbeitsumgebung, an jedem Arbeitsplatz auch dieses Grundbedürfnis entsprechend bestmöglich gelöst werden. Wie das am besten und sinnvollsten geht, dass erklären wir die gern persönlich!

…und dann drehte Sie sich um…

Heute geht es um Frauen. Genauer gesagt um eine junge Dame,die sich einfach umdrehte und Wie man damit Akustik am besten und bildhaftbeschreiben kann.

Das wir hören und dadurch verstehen können ist für uns klar.Doch was bedeutet es, akustik wahrzunehmen, die wir nicht aktiv hören wollen.  Wie kann man am besten bildhaft beschreiben,was unsere unterbewusste Wahrnehmung in Bezug auf akustische Reize bewirkt. UnserKörper hat zahlreiche Phänomene, die für uns selbstverständlich sind und imalltag untergehen oder gar keine Beachtung finden. Oder wir hinterfragen diesein den wenigsten Fällen, warum auch – es funktioniert ja…

Jeder kennt folgende zwei Situation: Zum einen der direkteverbale Dialog, also der Austausch von Informationen. Ein Sprecher, einEmpfänger. Der Informationsaustausch ist gewünscht. Bis hierhin wunderbar.

Zweites Szenario: Sie möchten Sich konzentrieren,beispielsweise möchten Sie in Ihrem Office eine Präsentation oder ein Angebotnoch dringend fertig machen. Zwei Kollegen unterhalten sich über Ihre letztenUrlaube. Begriff wie Wein, Strand, Insel, Meer, Sonne, Pizza, Espresso fordernpermanent Ihre Aufmerksamkeit und bringen Sie auf andere gedanken. IhreKonzentration wird (über)strapaziert…sie müssen also „aktiv weghören“…oderaber, Sie verlassen einfach den Raum…auch eine Möglichkeit. In den meistenFällen ist dies jedoch im Großraumbüro nicht ohne weiteres möglich.

Die beiden oben genannten Szenarion kennt jeder. Sie laufenbewusst ab und sind einfach nachvollziehbar. Wie aber erklärt man jetzt dieunterbewussten Prozesse, die akustische Signale erzeugen.

Ganz einfach, mit folgendem Beispiel, welches ich in einemGroßraumbüro wahrnehmen und erleben durfte:

Als ich das Großraumbüro betrat saß eine junge Dame in etwas12 Meter entfernung von mir mit dem Rücken zu mir. Als ich ein paar Schritteging, bermerkte ich, dass Sie sich umdrehte. Logisch – ist doch klar, dass Siesich umdreht, sagen sie?!?

Klar, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Aber warum?

Raten Sie doch einmal!

Ich fragte die junge Dame, warum sie sich umdrehte: IhreAntwort war einleuchtend und verblüffend gleichermaßen:

„Ich erkenne jeden meiner Kollegen an Hand seiner Schritte(also die Trittgeräusche auf dem Boden). Die Ihrigen Schritte kannte ich nicht,daher musste ich nachsehen wer da kommt….!“

Ja, das ist einleuchtend und Wow – dachte ich. Ich warbegeistert, denn an diesem Beispiel lässt sich ganz klar die akustischeunbewusste Wahrnehmung basierend auf einer Konditionieren demonstrieren. Mitder Konditionierung ist gemeint, dass ihr Gehirn eine Verknüpfung zwischenTrittgeräusch und Person geschaffen und abgespeichert hat. Zu jeder ihr bekanntenPerson, dessen Schrittmuster.

Aber, und das ist die Quintessenz aus diesem Beispiel,handelt es hierbei schlicht und ergreifend um einen klassischenÜberlebensinstinkt. Sie musste prüfen, ob das „ungewisse“ eine Gefahr für siedarstellte.

Wow, was für ein Phänomen unserers Körpers! Und wow, wasakustik tatsächlich bewusst und vorallem unbewusst auslösen kann.

Bedenken Sie, dass das simple „Hören“ einer unserer 5(Überlebens)Instinkte ist, und dieser permanent aktiv ist. Und jetzttransferieren wir dieses Wissen auf permanente Störgeräusche, permanenter Lärmder uns stetig umgibt. Wir können dies bis zu einem gewissen Grad filtern bzw.unterdrücken….aber definitiv nicht permanent und auf Dauer.

…und so wird aus Lärm Stress, Stress der uns krank macht. Obwir wollen oder nicht!

Gute Akustik und die maßgeschneiderte Lösung ist kein Zufallund sollte demnach auch keinem Zufall überlassen bleiben.

Wir wissen, dass gute Akustik planbar ist. Gern beraten wirSie und Ihr Unternehmen.