…und? An was hast du gedacht, als du den Satz gelesen hast? Etwa an den Eifelturm?

Eigentlich bat ich dich ja, mit Hilfe der Negierung „nicht“, es nicht zu tun, also Nicht an den EIfelturm zu denken. Und schon wieder! Wieder ist das Bild des Eifelturms in deinem Kopf.

(Manche Menschen berichten mir, dass Sie auf die Aussage hin an blaue Elefanten denken. Sollte dies bei dir auch der Fall sein, dann hier mein Rat: Suche dir einen guten Arzt.)

Spaß beiseite und weiter im Kontext:

Woran liegt es, dass unser Gehirn dieses bestimmte Bild assoziiert? Und was hat das mit einer besseren Arbeitswelt zu tun?

Das lässt sich ganz einfach erklären: Sprache erzeugt Bilder. Unser Gehirn speichert Erinnerungen ab und bildet dadurch Verknüpfungen in den Synapsen. Das Geflecht wird immer dichter, und bei Bedarf ruft unser Gehirn in Bruchteil von Sekunden diese Informationen ab und macht sie für uns präsent bzw. spürbar, hörbar, etc.

Für Negationen (bspw. kein, nie, nicht) hat unser Gehirn kein Bild verknüpft und somit wird nur das dahinter liegende Wort in ein Bild getriggert: „NICHT an den Eifelturm“ Daher wird uns das Bild des Eifelturms in Erinnerung gerufen, da für nicht kein Bild exisitert. Übrigens gibt es nicht das eine Bild, das wir alle gleich sehen. Jeder von uns, hat ein anderes Bild, ggfs. sogar eine echte Erinnerung oder ähnliches in seinem Gehirn abgespeichert. Daher haben wir nicht zwangsweise alle das gleiche Bild vor Augen – aber wir haben ein Bild; und dass ist entscheidend.

Um dies zu verdeutlichen, hier noch zwei Beispiele:

1)“Denk jetzt bitte nicht an einen Elefanten“

2) „Denk jetzt bitte nicht an einen blauen Elefanten“

Zwei Aussagen – mit unterschiedlicher Wirkung. Bei der ersten Aussage, hast du dein persönliches Bild eines Elefanten im Kopf. Bei der zweiten Aussage hat dein Gehirn noch einen drauf gesetzt. Es hat deine Vorstellung eines Elefanten um eine Farbe ergänzt und diesen eingefärbt! Oder hast du schon einmal einen blauen Elefanten gesehen?! Wow, was für eine Leistung unseres Gehirns.

Und nun: Für eine bessere Arbeitswelt?

Wo viele Menschen zusammenarbeiten wird in der Regel viel gesprochen. Wir haben jetzt eindrucksvoll geklärt zu was unser Gehirn in der Lage ist. Und ich denke, hiermit wird klar und deutlich welche Anforderungen an eine moderne Arbeitsumgebung gestellt werden muss. Es muss dafür gesorgt werden, dass die Wörter, Sätze und Aussagen nur da ankommen, wo sie hin adressiert sind und nicht zu einer störenden Ablenkungen für alle im Raum befindlichen Menschen werden.

Wie das geht?

 

 

…und dann drehte Sie sich um…

Heute geht es um Frauen. Genauer gesagt um eine junge Dame,die sich einfach umdrehte und Wie man damit Akustik am besten und bildhaftbeschreiben kann.

Das wir hören und dadurch verstehen können ist für uns klar.Doch was bedeutet es, akustik wahrzunehmen, die wir nicht aktiv hören wollen.  Wie kann man am besten bildhaft beschreiben,was unsere unterbewusste Wahrnehmung in Bezug auf akustische Reize bewirkt. UnserKörper hat zahlreiche Phänomene, die für uns selbstverständlich sind und imalltag untergehen oder gar keine Beachtung finden. Oder wir hinterfragen diesein den wenigsten Fällen, warum auch – es funktioniert ja…

Jeder kennt folgende zwei Situation: Zum einen der direkteverbale Dialog, also der Austausch von Informationen. Ein Sprecher, einEmpfänger. Der Informationsaustausch ist gewünscht. Bis hierhin wunderbar.

Zweites Szenario: Sie möchten Sich konzentrieren,beispielsweise möchten Sie in Ihrem Office eine Präsentation oder ein Angebotnoch dringend fertig machen. Zwei Kollegen unterhalten sich über Ihre letztenUrlaube. Begriff wie Wein, Strand, Insel, Meer, Sonne, Pizza, Espresso fordernpermanent Ihre Aufmerksamkeit und bringen Sie auf andere gedanken. IhreKonzentration wird (über)strapaziert…sie müssen also „aktiv weghören“…oderaber, Sie verlassen einfach den Raum…auch eine Möglichkeit. In den meistenFällen ist dies jedoch im Großraumbüro nicht ohne weiteres möglich.

Die beiden oben genannten Szenarion kennt jeder. Sie laufenbewusst ab und sind einfach nachvollziehbar. Wie aber erklärt man jetzt dieunterbewussten Prozesse, die akustische Signale erzeugen.

Ganz einfach, mit folgendem Beispiel, welches ich in einemGroßraumbüro wahrnehmen und erleben durfte:

Als ich das Großraumbüro betrat saß eine junge Dame in etwas12 Meter entfernung von mir mit dem Rücken zu mir. Als ich ein paar Schritteging, bermerkte ich, dass Sie sich umdrehte. Logisch – ist doch klar, dass Siesich umdreht, sagen sie?!?

Klar, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Aber warum?

Raten Sie doch einmal!

Ich fragte die junge Dame, warum sie sich umdrehte: IhreAntwort war einleuchtend und verblüffend gleichermaßen:

„Ich erkenne jeden meiner Kollegen an Hand seiner Schritte(also die Trittgeräusche auf dem Boden). Die Ihrigen Schritte kannte ich nicht,daher musste ich nachsehen wer da kommt….!“

Ja, das ist einleuchtend und Wow – dachte ich. Ich warbegeistert, denn an diesem Beispiel lässt sich ganz klar die akustischeunbewusste Wahrnehmung basierend auf einer Konditionieren demonstrieren. Mitder Konditionierung ist gemeint, dass ihr Gehirn eine Verknüpfung zwischenTrittgeräusch und Person geschaffen und abgespeichert hat. Zu jeder ihr bekanntenPerson, dessen Schrittmuster.

Aber, und das ist die Quintessenz aus diesem Beispiel,handelt es hierbei schlicht und ergreifend um einen klassischenÜberlebensinstinkt. Sie musste prüfen, ob das „ungewisse“ eine Gefahr für siedarstellte.

Wow, was für ein Phänomen unserers Körpers! Und wow, wasakustik tatsächlich bewusst und vorallem unbewusst auslösen kann.

Bedenken Sie, dass das simple „Hören“ einer unserer 5(Überlebens)Instinkte ist, und dieser permanent aktiv ist. Und jetzttransferieren wir dieses Wissen auf permanente Störgeräusche, permanenter Lärmder uns stetig umgibt. Wir können dies bis zu einem gewissen Grad filtern bzw.unterdrücken….aber definitiv nicht permanent und auf Dauer.

…und so wird aus Lärm Stress, Stress der uns krank macht. Obwir wollen oder nicht!

Gute Akustik und die maßgeschneiderte Lösung ist kein Zufallund sollte demnach auch keinem Zufall überlassen bleiben.

Wir wissen, dass gute Akustik planbar ist. Gern beraten wirSie und Ihr Unternehmen.